Die Webkunst ist eine der ältesten Technologien der Menschheit. Sie war bereits vor der Metallbearbeitung bekannt.
Die Weberei der Bronzezeit ist vor allem durch die Funde aus den dänischen Baumsärgen bekannt.
Hier findet sich unter anderem der erste Minirock der Geschichte.
Auch die alten Hochkulturen, beispielsweise die Ägypter, kannten die Weberei.

 Br. Alexander am WebstuhlDen Grundstein für die Webkunst in der Abtei Königsmünster legte unser Bruder Alexander Aust im Jahre 1989.
In einer kleinen Werkstatt unterhalb des Kapitelsaals, in direkter Nachbarschaft des Klosterladens,
begann er seine Arbeit, die ihn heute weit über die Grenzen des Sauerlandes bekannt gemacht hat.
Bruder Alexander, Jahrgang 1963, lebt seit beinahe 25 Jahren in unserem Kloster.
Der gelernte technische Zeichner absolvierte in den Jahren 1986 – 1989 eine Ausbildung zum Handweber
bei den Schwestern vom Kostbaren Blut in Neuenbeken.
Die erfolgreiche Meisterprüfung im Jahre 1996 rundete seine Ausbildung ab.

 Weiße Casel mit SeitenbordüreSehr schnell entwickelte Bruder Alexander seinen eigenen Stil,
der sich durch fließende Farbübergänge charakterisiert.
An drei Webstühlen mit Webbreiten von 160 cm, 186 cm und 200 cm
entstehen die Gewebe für die Messgewänder und Stolen.

Die besondere Farbgestaltung der Gewebe zieht Kunden aus ganz Deutschland,
Österreich, der Schweiz, Israel, Luxemburg und neuerdings auch aus England an.
Nicht nur katholische Geistliche, sondern auch evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer
schätzen die kompetente Beratung und die gute Umsetzung Ihrer Ideen durch Br. Alexander.
Der Wunsch des Kunden soll schließlich so genau wie möglich umgesetzt werden.

Um ein Messgewand (Casel) zu weben, benötigt Bruder Alexander zwischen drei und vier Tagen.

 Gäste helfen in der GärtnereiDie im Webstuhl gespannten Fäden, die sogenannten Kettfäden,
bestehen meistens aus reiner Seide.

Pro Milimeter liegen zwei Kettfäden,
das bedeutet z.B. bei dem 1,60 cm breiten Damastwebstuhl 3220 Kettfäden.

Das Material für die Gewebe kommt aus der Schweiz (Seide),
bzw. aus den Niederlanden (Wolle).